„Noch nie war es so einfach einen Nebenjob zu bekommen. Finde und bewerbe dich auf Studenten und Mini-Jobs in deiner Nähe mit nur einem Wisch.“ So wirbt das Team von Worktender auf seiner Website – klingt traumhaft, oder? Doch kann die App dieses Versprechen wirklich halten? Wir haben das mal getestet.

Wie funktioniert Worktender?

Schritt 1: Um mich nach dem Herunterladen auf Jobs zu bewerben, muss ich mich erstmal registrieren und ein Profil anlegen. Name, E-Mailadresse, Passwort und Profilbild sind obligatorisch, darüber hinaus kann ich ein Foto des Lebenslaufs einstellen und/oder die wichtigsten persönlichen Daten in ein Notizfeld eingeben. Um Missverständnisse zu vermeiden, stelle ich hier gleich klar, dass ich die App nur zu Recherchezwecken teste. Mehr Vorbereitung ist nicht notwendig, nicht einmal die E-Mailadresse muss bestätigt werden.

Schritt 2: Je nach Standort werden nun freie Stellen in der Nähe angezeigt – wie der App-Name schon andeutet, ist das Prinzip dabei an das von Tinder angelehnt. Wenn ich kein Interesse an einem Job habe, kann ich die Karte einfach nach links wischen und mit einem Klick auf das Foto zur Stellenanzeige gibt es mehr Infos. Wische ich die Karte nach rechts, wird der Arbeitgeber benachrichtigt und Worktender verschickt automatisch eine Bewerbung.

worktender app

Wie ist der erste Eindruck?

Auf jeden Fall positiv! Nach der Installation bekomme ich zunächst eine idiotensichere Einführung, wie die App funktioniert, dann kann ich auch schon die ersten Stellenanzeigen ansehen. Die Benutzungsoberfläche ist sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet, die Benutzung simpel. Die Jobangebote wirken zumindest auf den ersten Blick durchweg seriös, zudem sind einige bekannte und renommierte Unternehmen dabei, zum Beispiel PHP, Xing oder die Süddeutsche Zeitung. Die Entfernung vom eigenen Standort ist auf den ersten Blick ersichtlich, zudem sind bei einigen Jobs Stundenlohn und Wochenarbeitszeit schon auf der Vorschau-Karte angegeben. Dass man bisher nur in den Städten München, Berlin, Köln oder Hamburg suchen kann, ist zwar schade, aber verzeihlich, da das Start-Up erst Anfang 2016 von zwei Studenten gegründet wurde.

worktender review
worktender beispiel

Hat das Ganze einen Haken?

So genial und einfach die Idee zunächst auch wirkt, die Antwort darauf lautet leider „Ja“. Der große Schönheitsfehler der App: Wer letztendlich der Arbeitgeber ist, sieht man oft nur auf einem verschwommenen Bild im Hintergrund, die Anzeigen selbst stammen ohne Ausnahme von studentischen Personalvermittlungen wie Academic Work, Campusjäger oder Nextime. Ob man den Arbeitsvertrag mit einer dieser Agenturen schließt (darauf läuft es in der Regel hinaus) oder mit dem Unternehmen, das Bewerber sucht, ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied. Teilweise steht in der Stellenausschreibung nicht einmal ein Firmenname und die Angaben zum Einsatzort sind ebenfalls vage gehalten. Es ist auf jeden Fall ratsam, sich vorher genau über die Personalvermittlung und das Jobangebot zu informieren, bevor man irgendetwas unterschreibt.

worktender start up
worktender stellenanzeige

Fazit

Die Idee hinter Worktender ist innovativ, die Umsetzung der App gelungen – allerdings sollten Studenten ganz genau hinschauen, bei wem sie sich hier wofür bewerben.

 

Worktender ist seit Anfang 2016 für Android und iOS verfügbar, die Nutzung ist kostenlos.

Worktender
Worktender
Entwickler: Worktender
Preis: Kostenlos
Worktender - Studentenjob-App
Worktender - Studentenjob-App
Entwickler: Worktender UG
Preis: Kostenlos

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