Was die Kategorie kitschige und vorhersehbare Trash-Weihnachtsfilme betrifft, so hat Netflix eindeutig den Bogen raus. Der Streamingdienst hat in den vergangenen Jahren genügend Weihnachtsfilme produziert, um inzwischen ein eigenes Weihnachtsfilm-Universum zu füllen.
Ganz vorne dabei ist A Christmas Prince, der bereits im Jahr 2017 veröffentlicht wurde.

Die junge Journalistin Amber (Rose McIver) aus New York City wird kurz vor Weihnachten in das kleine Land Aldovien geschickt, um dort über den draufgängerischen Prinzen (Ben Lamb) des Landes kurz vor seiner Krönung zum König zu berichten. Weil sie ihre Aufgabe natürlich sehr ernst nimmt, schleust sie sich kurzerhand als Undercoveragentin in die Familie ein. Als der Prinz sich dann als ein unglaublicher netter Typ herausstellt, der lieber mit Waisenkindern spielt und zutiefst unsicher ist, ob er den Aufgaben eines Königs gewachsen ist, ist es um Ambers Gefühle geschehen. Zeitgleich entdeckte sie auch das größte Geheimnis des Königshauses, hilft dabei, den Bösewicht der gesamten Handlung zu überlisten, und knüpft eine Freundschaft zu der Schwester des Prinzen. Ob Ihre Identität am Ende auffliegt und wie die Liebesgeschichte zwischen Amber und Richard endet, verraten wir an dieser Stelle nicht.

Aber weil wir scheinbar alle Geschichten lieben, deren Ende uns eigentlich schon längst bekannt ist, hat Netflix gleich zwei Fortsetzungen in Auftrag gegeben.

Die zwei folgenden Filme knüpfen an die vorhergegangene Handlung an und verfolgen weiterhin das Leben der Königsfamilie von Aldovien. Für den dritten Teil entfaltet sich sogar eine wahrhaftige Tragödie, die dieses Mal auch nicht vor Hexen und Geistern zurückschreckt, aber nicht ohne den Kitsch der vorherigen Filme runterzuschrauben.

Die Filmreihe beinhaltet alles, was man sich von einer weihnachtlichen Kreuzung eines klassischen Märchens mit Happy End und einem romantischen Liebesfilm erhofft, und setzt noch drei Ladungen Kitsch drauf.
Es gibt Schneestürme, einen Prinzen auf einem Pferd, Adelsfamilien mit perfekten Haaren, herzausschüttende Reden, intrigenspinnende Bösewichte, eifersüchtige Ex-Partner, enthüllende Erkenntnisse, Schlitten- und Kutschfahrten, ein Umstyling, Familiengeheimnisse, einen doppelten Boden einer Schublade, bedeutenden Schmuck, Schicksalsschläge, Dreiecksbeziehungen, royaler Nachwuchs, dramatische Rückblenden, Bündnisse zwischen ungleichen Charakteren, Weihnachtsbeleuchtung, ein Schloss umgeben von einem Winterwunderland, Bogenschießerei als Freizeitaktivität, Weihnachtslieder und natürlich einen Weihnachtsball!  

Man könnte aus dieser Liste ein sehr einfaches Trinkspiel gestalten, aber diese Verantwortung für eure Leber wollen wir nicht übernehmen.

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