Türchen 19: Fit durch die Feiertage

Lisa Bartelmus Ressortleiterin Campus, Politik & Sport

Die Feiertage stehen bevor, die Vorfreude ist groß. Es sind Tage, an deanen wir heimkommen, runterkommen, dem Alltagsstress entfliehen. Als hätten sich alle kollektiv darauf geeinigt, den Pausenknopf zu drücken und die Zeit anzuhalten. Die Familie wiedersehen, sich erholen und das ganze gute Essen bereiten uns schon Tage vorher gute Laune. Doch die besinnliche Zeit ist eine Medaille mit zwei Seiten. Denn allzu oft essen wir zu viel von dem 3-Gänge Abendessen und zwischendurch werden auch noch ständig Mamas sündhaft leckere Plätzchen gereicht, es gibt Wein und Stollen, Spitzbuben und Zimtsterne. In den Essenspausen liegt man dann bewegungsunfähig im Food-Koma auf der Couch. So sehr wir das gute Essen und die Erholung lieben, wenn wir es übertreiben, fühlen wir uns müde, aufgebläht und haben am Ende ein schlechtes Gewissen, so ungesund gewesen zu sein. Deshalb gibt’s hier ein paar Tipps zur Vorbeugung und wie die Weihnachtsfeiertage vielleicht ein klein wenig gesünder, fitter und angenehmer werden.

Sport

Bewegung ist das Zauberwort. Es braucht gar nicht immer einen Marathon oder ein intensives Workout, um sich fit zu halten. Wir dachten, Spaziergänge seien nur etwas für Rentner aber seit der Pandemie haben auch wir Studis sie schätzen gelernt. Das Schöne daran: geht überall, mit null Ausrüstung, als gemeinsame Familienaktivität oder allein, um vom ganzen Weihnachtstrubel abzuschalten. Wickelt euch ein in eure Mützen und Schals und ab vor die Tür! Die frische Luft kurbelt den Kreislauf an, macht wach und glücklich. Und nichts ist besser als sich danach durchgefroren mit einer Tasse heißer Schokolade oder Tee aufzuwärmen.

Wenn ihr überschüssige Energie loswerden wollt, könnt ihr auch die Laufschuhe schnüren oder euch aufs Rad schwingen. Denkt an warme Kleidung und seid vorsichtig, wenn der Boden vereist ist, denn ein Besuch in der Notaufnahme wäre sicher ein absoluter Weihnachtsstimmungs-Killer.

Glück hat, wer Schnee in der Nähe findet, sei das in den Bergen oder dem Bayerischen Wald. Dort bieten sich noch mehr spaßige Outdooraktivitäten an, die zusätzlich Weihnachtsstimmung versprühen. Wie wär´s mit einer Schneeballschlacht gegen die Geschwister oder Eltern? Schneemann bauen, Schlittenfahren oder mal Langlaufski ausprobieren? Möglichkeiten gibt es mehr als Feiertage.

Und auch die Kältemuffel unter uns können auf ihre Sportkosten kommen. Behütet im beheizten Wohnzimmer lässt sich eine Matte ausrollen und das unerschöpfliche Sportangebot auf YouTube ausprobieren. Für jeden ist was dabei: sanftes Yoga, intensive Workouts, Pilates oder Tanzen. Wie wär´s denn mit einem Salsa-Tutorial bei dem die ganze Familie mitmacht?

Das Wichtigste ist sowieso der Spaß, denn Lachen verbrennt auch Kalorien.

Essen

An den Feiertagen gibt es bei vielen leckere aber schwere Gerichte. Damit man nach dem Essen nicht einen ganz so großen Stein im Bauch hat, lohnt es sich, gesunde und leichte Kost in das Weihnachtsmenü einzuschleusen. Wie wäre es denn mit einem Rotkohl- oder einem Feldsalat als Vorspeise? Die sind saisonal und lassen genug Raum für den großen Hauptgang.

Auf dem Plätzchenteller machen sich auch Mandarinen, Orangen und Äpfel gut, für einen frischen Vitaminschub. Auch Nüsse sind eine gute Wahl, zwar nicht kalorienarm, dafür mit guten ungesättigten Fettsäuren. So kann man versuchen, eine Balance zu halten, ohne auf Leckereien verzichten zu müssen.

Ausgewogen essen ist auch an den Feiertagen wichtig. Den ganzen Tag hungern, um sich das Festessen abends zu verdienen? Dumme Idee! Diese Taktik überfordert einerseits unsere Verdauung und bereitet uns Bauchweh, andererseits verleitet sie uns auch dazu, in Heißhungerattacken allen Süßkram auf einmal zu naschen. Es ist nichts dabei sich etwas zu gönnen, am wichtigsten ist wohl, in den eigenen Körper zu horchen und wenn der Bauch voll ist, aufhören zu essen.

 

Achtsamkeit

Wir sollten uns öfter einmal einen ruhigen Moment gönnen und in uns horchen, wie es uns geht und was wir brauchen. Feiertage und Familie können schließlich auch stressig werden. Dabei kann Meditation ein Weg sein oder Zeiten festzulegen, in denen man seine Ruhe vom Familientrubel hat. Angeleitete Meditationen findet ihr unter anderem in der Headspace-App, der Grundlagenkurs ist gratis. Harmonischere und friedlichere Festtage garantiert.

Bei all diesen gesunden Tipps sollt ihr natürlich nicht vergessen, das gute Essen trotzdem zu genießen und das Faulenzen auf der Couch zu zelebrieren. Die Tipps sollen helfen, sich wohlzufühlen und am Ende weiß jeder für sich selbst am besten was ihm/ ihr guttut. In diesem Sinne: gesunde und erholsame Feiertage!

 

Fotos: Lisa Bartelmus