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„Werbung made me do it – Wie beeinflusst bist du?“

Sicherlich habt ihr euch auch schon einmal dabei erwischt, wie ihr ein Produkt aus der Werbung nachgekauft habt. Vielleicht die Pizza aus dem Werbespot im Fernsehen oder das Shampoo aus der Instagram Story eines Influencers?

Doch was macht uns derart lenkbar? Um diese und weitere Fragen ging es bei der Podiumsdiskussion „Werbung made me do it – Wie beeinflusst bist du?“ am 20. November im Rahmen der MuKarriere-Tage 2019.

Die Moderatorin Katrina Jordan begrüßte als Teilnehmer Wolfgang Kuffner (Marketing Erdinger Weißbräu), Susanne Kurz (Landtagsabgeordnete für Kulturpolitik und Film der Grünen), Malte Hesse (Youtuber Malternativ) und Edwin Okyere (Werbeagentur Jung von Matt). Zeitgleich zur Diskussion lief im Hintergrund eine Abstimmung, bei der das Publikum über das Handy Fragen zum Thema beantworten sollte.

v.l.n.r.: Wolfgang Kuffner, Susanne Kurz, Julian Grabler (MuKarriere), Katrina Jordan, Edwin Okyere, Malte Hesse, Nicola Gramlich (MuKarriere)

Wie stark lassen wir uns leiten?

Bereits die erste Frage Jordans zielt auf das Konsumverhalten der Gäste ab: „Wann haben Sie das letzte Mal etwas aus der Werbung gekauft?“. Okyere gibt zu, dass er sich letzte Woche im Anschluss an einen Lieferando-Spot eine Pizza bestellt habe. Kurz wirft hingegen ein, dass sie Werbung fast komplett umgehe, da sie keinen Fernseher besitze und sich für ihren Computer einen Adblocker installiert habe.

Was beeinflusst uns in der Werbung?

Auf diese Frage haben alle vier die gleiche Antwort: Emotionen. Am besten funktioniere das Überzeugen mit Bewegtbildern, die mit Musik hinterlegt sind. Wichtig sei dabei der Aspekt der Authentizität. Werbung wirke vor allem dann, wenn sie nicht als solche wahrgenommen wird. „Gut eignen sich dafür Influencer, da sie Menschen mit einer eigenen Geschichte sind“, betont der Youtuber Malternativ.

Worin liegt das Besondere der Marketing-Arbeit?

„Es ist wichtig zu sehen, dass man nicht nur Köpfe dreht, sondern dass sich auch etwas in den Köpfen dreht“, stellt Okyere fest. Dem schließen sich Kuffner und Kurz an und beteuern, sie „wollen keine Opfer erzeugen, sondern die Leute für etwas begeistern“. Kurz nehme außerdem in erster Linie Projekte an, von denen sie glaubt, dass sie etwas verändern.

Auswertung der Abstimmung


Kurz vor Ende der Diskussion wurde dem Publikum noch das Ergebnis der Abstimmung gezeigt. Auffällig ist, dass Werbung bei der Mehrheit der Teilnehmenden negative Gefühle hervorruft. Kuffner sieht den Grund darin, dass die meisten Menschen nur Negativbeispiele im Kopf hätten, da sich diese besser einprägen als die positiven.

Rat und Appell zum Abschied

In der Schlussrunde fordert die Moderatorin die Gäste auf, den Studierenden einen Rat für ihre Zukunft in der Medienbranche mitzugeben. Okyere appelliert, sich aus eigener Motivation und nicht aus finanziellen Gründen für das Berufsfeld zu entscheiden. Außerdem sollen die Studierenden laut Hesse offen für Neues sein: „Nutzt die neuen Plattformen und seid nicht verbittert, da man ansonsten den Zahn der Zeit spüren wird.“

 

 

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