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Ein bisschen Diplomatie und ganz viel Schnee

Das Schneechaos in Schottland stellte die Passauer Delegation bei der diesjährigen „Model United Nations“ (MUN) Konferenz in Edinburgh vor ungeahnte Herausforderungen.

Sibirische Schwierigkeiten
Schnee war auf der diesjährigen „Model United Nations“ Konferenz in Edinburgh, Schottland, das zentrale Thema. Nicht etwa, weil es um Klimawandel und seine Folgen für die Vereinten Nationen gehen sollte, sondern weil Schottland komplett eingeschneit war. Das „Beast of the East“, ein sibirisches Tiefdruckgebiet, hatte am ersten März-Wochenende kurzerhand das komplette Land lahm gelegt und Edinburgh von der Außenwelt abgeschnitten. Flüge wurden gestrichen, Züge fuhren nicht mehr und der öffentliche Nahverkehr kam teils ganz zum Erliegen.

Realistische Simulation
Trotz des Schneechaos fand die jährliche „ScotMUN“ (Scotland Model United Nations) in Edinburgh statt, auch unter Beteiligung der Passauer Delegation. Bei der Konferenz handelt es sich um eine Simulation der Vereinten Nationen, mitsamt ihrer Komitees, bei der Schüler und Studierende aus Sicht von UN-Mitgliedstaaten aktuelle weltpolitische Themen debattieren.

Von den ursprünglich 13 Studierenden der Universität Passau schafften es allerdings nur neun tatsächlich pünktlich zur Konferenz. Die verbleibenden Vier erreichten Edinburgh nach einem nervenaufreibenden Road-Trip durch ganz England erst am Sonntagnachmittag zur letzten Versammlung der Konferenz.

Erfolge trotz Einschränkungen
Maximilian Retzer, Onno Leemhuis, Paul Holzhauer, Moritz Wolf, Tim Wohlgemuth, Ramiza Bajrami, Anton Degenfeld, Anna Kunz und Jana Pecikiewicz von der Hochschulgruppe MUN Society Passau, die es bereits am Freitag nach Edinburgh geschafft hatten, mussten auf andere Art mit den Folgen des Schneechaos fertig werden. Da ganze Delegationen und Vorsitzende einzelner Komitees fehlten, wurde die Konferenz kurzfristig umorganisiert. Paul Holzhauer und Jana Pecikiewicz etwa wurden neue Komitees mit anderen Themen zugeteilt und Anna Kunz musste sich sogar zusätzlich eine neue Länderposition erarbeiten: Anstatt Dänemark im Arctic Council zu repräsentieren, vertrat sie nun Venezuela im CELAC (Community of Latin American and Caribean States) Komitee. Trotz dieser organisatorischen Schwierigkeiten gab es auch erfolgreiche Momente für die Passauer Delegation. Ramiza Bajrami formulierte beispielsweise als Vertreterin Venezuelas im UNHRC (United Nations Human Rights Council) Komitee die dortige Resolution als Sponsor (Hauptverfasser) mit und verteidigte diese auch in der Generalversammlung am Sonntag.

Positives Fazit
Insgesamt nahmen Teilnehmer und Organisatoren der „ScotMUN“ den allgegenwärtigen Schnee mit Humor und ließen sich die Erfahrung dadurch nicht verderben. Anna Kunz (3. Semester Jura) wird sich jedenfalls noch lange an ihre erste MUN Konferenz erinnern: „Insgesamt war es eine wirklich tolle Zeit. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder bei der „ScotMUN“ dabei, dann hoffentlich mit weniger Schneechaos!“.

Die nächste „Model United Nations“ Konferenz mit Passauer Beteiligung ist bereits nächste Woche (12. bis 16. März), 12 Passauer Studierende werden dann in Panama City für die Interessen ihrer jeweiligen Länder debattieren. Schnee dürfte hier kein Thema mehr sein.

 

Bei Interesse ist die MUN Society Passau über Facebook (https://www.facebook.com/MUN.Passau/) oder per Mail (mun-society@uni-passau.de) zu erreichen. Während des Semester trifft sich die Hochschulgruppe immer Dienstags um 20 Uhr (Raum bis jetzt NK 205).

 

 

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