10 Tage Ausnahmezustand in Passau.

Vom 26. April bis 8. Mai 2016 fand die alljährliche Maidult auf dem Messegelände in Kohlbruck statt. Für viele ein etwas weiterer Weg, vor allem für die Studentenscharen die aus Alt- und Innstadt anreisen. Trotzdem hat die Dult auch in diesem Frühjahr wieder Jung und Alt, Einheimisch und Zugegzogene gleichermaßen angezogen.

Wer eine der heiß begehrten Bierbänke im Dultstadl ergattern will, muss entweder früh planen und reservieren oder bereits am frühen Abend die Hacken nach Kohlbruck schwingen, um einen der wenigen freien Tische für sich zu gewinnen.

Ist der Abend noch früh findet man den Großteil der Besucher noch draußen, besonders bei dem grandiosen Wetter dieses letzten Wochenendes. Desto später es wird, desto mehr bewegt sich die feierwütige Menge in die „Festzelte“ der Brauereien Hacklberg bzw Innstadt. (Ist ja leider kein richtiges Zelt, aber den echten Maildult-Verrückten stört das selbstverständlich nicht.)
Bei Musik, unter anderem von den Donnervögeln und vielen mehr, werden die Bierbänke zu späterer Stunde an ihre Belastungsgrenzen gebracht. Es wird geschunkelt, gesprungen und gegrölt bis alle heiser sind.

Von Fahrgeschäften für die ganz Kleinen, den Volksfest Klassikern, bis hin zu Magen und Kopf verdrehenden, Looping-Louis-artigen Attraktionen bietet die Dult neben Bier und Schweinshax’n für jeden etwas.

Als gebürtige Kölnerin ist es für mich jedes Jahr ein faszinierender Gang über die Dult. Auch wenn einige parallelen zum Karneval zu finden sind, so ist so ein bayrisches Volksfest doch auch wieder eine ganz eigene Welt.
Zu beobachten waren dabei immer kürzer werdende Dirndlröcke und immer tiefer werdende Ausschnitte sowie eine steigende Beliebtheit von Lederhosen bei den Mädels. Die feschen Buben lassen keine Gelegenheiten aus bei ihrer Herzensdame zu landen und die ältere Generation reibt sich auf in dem Versuch den jungen Leute zu zeigen, was Tradition ist.

Die Dult ist jedes Jahr wieder ein Erlebnis, das für uns Studenten das Sommersemester erst so richtig in Schwung bringt.
Man kriegt nicht genug vom flüssigen Gold, auch Bier genannt, nicht genug von Trachten, von dem deftigen Essen und der Musik, ganz zu schweigen vom Rumgehoppse auf den Bierbänken – naja, zumindest bis zum nächsten Jahr.
Auch im nächsten Jahr verspricht die Dult ganz Passau wieder in den Aussahmezustand zu versetzen. Und ich kann’s kaum erwarten!

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